SAT Einkabelanlagen werden zukunftssicher.

Dienstag, der 31. März 2009, 23:41 Uhr von admin

Neue Einkabellösungen nach EN 50 494 mit voller Programmvielfalt.

SAT-Empfangsanlagen sollten idealerweise in Sternnetzen mit den Vorteilen, die diese Konfiguration bietet aufgebaut werden:

  • unbegrenzte Auswahl der Programme
  • Einspeisung der gesamten Satelliten-Frequenzbereiche
  • hohe Anzahl von Teilnehmeranschlüssen
  • großes Angebot bei Empfangstechnik und Receivern
  • damit zukunftsichere Technik

Häufig stehen jedoch, besonders in Altbauten, keine Sternnetze für die Verteilung von SAT-Signalen zur Verfügung. In letzter Zeit wird auch häufig der Wunsch geäußert, bestehende Kabelfernsehanlagen, die in Altbauten fast immer in Baumstruktur aufgebaut wurden, für den SAT-Empfang umzurüsten.

Die Versorgung solcher Anlagen war bisher auf zweierlei Art möglich:

  • mit einer SAT-Signalaufbereitungsanlage, auch Kopfstelle genannt
  • mit einer Einkabel-SAT-ZF-Anlage

Die Kopfstellentechnik macht bei kleineren Anlagen keinen Sinn, weil sie bei relativ wenigen Teilnehmern viel zu teuer ist. Die Einkabelanlagen waren bisher aufgrund ihrer eingeschränkten Programmauswahl auch keine gute Wahl. Das hat sich mit der Einführung der neuen Technik grundlegend geändert.

Einkabelanlagen wurden nicht neu erfunden

Bereits seit etwa 20 Jahren wird immer wieder versucht, eine brauchbare Technik für die Einspeisung von SAT-Signalen in Baumnetze zu realisieren. Der überwiegende Teil dieser Einkabellösungen war  in der Funktionsweise ein “fauler Kompromiss”. Mit ihnen konnte nur ein Teil der Satellitentransponder zum Teilnehmer transportiert werden. Wurden von den Sendeanstalten ein Transponderwechsel durchgeführt, konnten einige Programme gar nicht mehr gesehen werden, oder man war in der glücklichen Lage eine Anlage zu besitzen, die durch Änderung der Empfangstechnik nachgerüstet werden konnte. Teilweise war im 3 Jahresintervall ein Umbau erforderlich, und dennoch konnten noch nicht einmal alle deutschen Programme gesehen werden.

Das Problem bei der Einspeisung von SAT-Signalen in eine Einkabelanlage ist die Festlegung der SAT-ZF-Bandbreite auf 950…2150 MHz. In diesem Frequenzbereich werden die Satellitentransponder vom LNB des SAT-Spiegels ausgegeben. Über eine eigenen Versorgungsleitung, wie bei einer Sternverteilung, können in dieser Bandbreite maximal 32 Satellitentransponder übertragen werden. Die heute übliche SAT-ZF-Verteiltechnik nutzt dafür vier Bereiche, eine horizontale und eine vertikale Ebene, die jeweils in ein Low-Band und in ein High-Band aufgeteilt sind. Damit ergeben sich beim Empfang eines Satelliten vier Polarisationsebenen.

Wenn nun mehrere Satelliten empfangen werden sollen, kann die Anzahl der Polarisationsebenen mit der DiSEqC-Technik erhöht werden. Die Verteilung der Programme geschieht über Multischalter, die vier, acht, zwölf oder noch mehr Teilnehmeranschlüsse bereitstellen, über die sich die angeschlossenen Receiver mit der DiSEqC-Technik das gewünschte Programm aus dem entsprechendem Transponder heraussuchen.

Nochmal zur Erinnerung: Diese Technik funktioniert nur in einer Sternverteilung, wenn jeder Receiver über eine eigene Leitung Zugriff auf einen Multischalterausgang hat.

Die bisher üblichen “alten” Einkabellösungen hatte alle den Nachteil, dass nur eine festgelegte Auswahl von Transpondern zu den angeschlossenen Receivern geleitet wurde.

Endlich komplette Programmauswahl und zukunftssicher

Mit den neuen digitalen Einkabellösungen nach EN 50 494, auch “Unicable” oder “SAT-Channel-Router-Technik” (SCR) genannt,  wurde ein Weg gefunden, dem Teilnehmer den Empfang aller über einen oder zwei Satelliten abgestrahlten Programme zu ermöglichen. Damit ist auch die Zukunftssicherheit hergestellt. Somit stehen diese neuen Einkabellösungen den Sternverteilungen in nichts nach.

kathrein_einkabel1Bild: Kathrein

Wie funktioniert das?

Die Kommandozentrale der neuen SAT-Channel-Router-Technik (SCR) besteht aus einer DiSEqC-gesteuerten Eingangsmatrix und einer SCR-Ausgangsmatrix. Diese SCR-Ausgangsmatrix stellt nun acht unterschiedliche Transportkanäle bereit und speist diese in die angeschlossene Stammleitung ein. Jedem der bis zu acht anschließbaren Receivern weist man einen eigenen Transportkanal mit einer entsprechenden Transportfrequenz zu. So kann der Receiver über seinen Transportkanal der SCR-Ausgangsmatrix mitteilen, welches Programm, besser welchen Transponder er haben möchte. Die SCR-Ausgangsmatrix holt den Transponder aus der Eingangsmatrix, setzt  ihn auf die Transportfrequenz und führt ihn dem Receiver zu. Mit dem Einsatz geeigneter Ausgangsmatrixen können die Anlagen problemlos für den Anschluss weiterer Receiver ergänzt werden.

Bild: AxingBild: Axing

Welche Receiver werden benötigt?

Für die Steuerung dieser SAT-Channel-Router-Anlagen wird ein Steuerungsprotokoll gem. DiSEqC 1.1 verwendet, allerdings ergänzt um den Unicable-Befehlssatz nach Europanorm EN 50 494. Diese Festlegung führt erfreulicherweise dazu, dass die SAT-Channel-Router-Anlagen überall nach dem gleichen Prinzip arbeiten und es daher zu keinen Kompatibilitätsproblemen kommen sollte. Bisher eingesetzte DiSEqC-taugliche Receiver eignen sich für die Steuerung dieser Anlagen grundsätzlich nicht. Mittlerweile sind eine Reihe von Receivern namhafter Hersteller wie  z.B. Kathrein, TechniSat, Telestar, Orbitech und GSS erhältlich, die über die entsprechende Steuerungssoftware verfügen. Eine Auswahl solcher Receiver finden Sie auch in unserem Mediashop24.

Die Bauteile

Für den Empfang kann ein normales Quattro-LNB eingesetzt werden. Die nachgeschaltete Verteiltechnik besteht aus einer Eingangsmatrix und einer  Ausgangsmatrix. Zur Erweiterung auf mehr als acht Teilnehmer können Ausgangskaskaden hinzugeschaltet werden. Einige Hersteller bieten auch integrierte Syteme an. Wichtig ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass in jedem Fall die Antennendosen ausgetauscht werden müssen. Zum Einsatz kommen hier spezielle Antennendosen, die verhindern, dass der Anschluss ungeeigneter Receiver den normgerechten Betrieb der Anlage stören. Bei der Konfiguration dieser Anlagen sollte darauf geachtet werden, dass aufgrund der Dämpfungen im Kabel, dem am Weitesten entfernten SCR-Receiver die niedrigste Frequenz und dem am Nächsten zur Matrix eingesetzen SCR-Receiver die höchste Frequenz zugeteilt wird.


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DVB-T

Freitag, der 6. März 2009, 16:49 Uhr von admin

DVB-T Umstellung in Deutschlang abgeschlossen

Am 25. November 2008 wurde die Umstellung vom analogen auf das digitale Antennenfernsehen in Deutschland abgeschlossen.

Mit dem Start von DVB-T im November in weiteren Teilen Nordbayerns endete gleichzeitig die über 50-jährige Ära der analogen Terrestrik im Fernsehbereich. Damit ist es ARD und ZDF in enger Zusammenarbeit mit dem Sendernetzbetreiber MEDIA BROADCAST gelungen, den vom Bundeskabinett bis 2010 geforderten Abschluss der Digitalisierung der Terrestrik bereits zwei Jahre früher als geplant zu realisieren.

DVB-T wurde erstmals im Februar 2003 in Berlin-Potsdam eingeführt und in den folgenden Jahren bundesweit schrittweise ausgebaut. Maßgeblich für die erfolgreiche Einführung von DVB-T war es, die unterschiedlichen Interessenlagen von öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehveranstaltern, Netzbetreibern und Landesmedienanstalten, sowie Handel und Geräteherstellern in einem von allen Marktbeteiligten getragenen Umstiegskonzept zu vereinen.

Innerhalb des Umstiegszeitraums wurden schrittweise rund 600 analoge TV-Sender der öffentlich-rechtlichen und privaten Programmanbieter und mehr als 8700 Füllsender abgeschaltet. Im Gegenzug wurden 488 DVB-T-Sender in Betrieb genommen. Mehr als 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland können nun DVB-T über eine Dachantenne empfangen. Für mehr als ein Drittel ist der Empfang mittels Zimmerantenne möglich.

Die Einführung des digitalen Antennenfernsehens in Deutschland ist eine Erfolgsgeschichte: Nach einer Mitteilung der GfU (Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik) sind aktuell mehr als 16 Millionen Geräte mit DVB-T-Empfangsteil in Deutschland verkauft. Über 800 verschiedene Typen von DVB-T-Empfängern sind im Handel erhältlich.

Insbesondere der Anteil an tragbaren Fernsehgeräten und mobilen Lösungen, ob Handys oder im PKW, nimmt stark zu. Die terrestrische Fernsehversorgung hat damit den Weg in eine vielversprechende Zukunft beschritten.

Quelle: www.ueberallfernsehen.de

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DVB-T Empfang

Donnerstag, der 5. März 2009, 14:46 Uhr von admin

Welche Antenne braucht der Zuschauer?

Je nach Wohnort und Empfangslage im DVB-T Versorgungsgebiet ist eine Zimmer-, Außen- oder Dachantenne für den Empfang erforderlich. Je kürzer die Entfernung zum Senderstandort, desto stärker ist der Empfang. Je weiter der Zuschauer vom Sender entfernt wohnt, desto leistungsfähiger muss die Antenne sein. Meistens können vorhandene Zimmerantennen weiter benutzt werden.

Für alle Zimmerantennen gilt, dass der beste Standort für den DVB-T Empfang individuell geprüft werden muss. Meistens ist der Empfang in Fensternähe besser. Sollten Empfangsprobleme auftreten, hilft in der Regel das Verschieben der Antenne um einige Zentimeter.

In weit entfernten Bereichen und in bergigen Gegenden entstehen häufig schwierige Empfangssituationen. In diesen Fällen ist eine aktive Antenne mit integriertem Verstärker anzuraten. Der Verstärker dieser aktiven Antenne bezieht seine Versorgungsspannung aus dem angeschlossenen Receiver. Bei modernen Flachbild-Geräten mit integrierten DVB-T Empfang fehlt häufig diese benötigte 5 Volt Versorgungsspannung. In diesen Fällen ist dann der Einsatz eines separaten Netzgerätes notwendig.

Bestehende Dachantennen können meistens weiter verwendet werden. In einigen Versorgungsregionen wurde allerdings der Frequenzbereich und eventuell auch die Polarisation der Sender verändert. Wichtig ist auch der Einsatz eines breitbandigen für DVB-T optimierten Verstärkers. Sollte der DVB-T Empfang über die vorhandene Dachantenne fehlerbehaftet sein, ist es sinnvoll einen Fachmann mit der Überprüfung und Optimierung der Anlage zu beauftragen.

Einwandfreier DVB-T Empfang steht und fällt mit der optimalen Wahl von Empfangsgerät und Antenne.

DVB-T Empfangsbereich

DVB-T Empfangsbereich


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